Zurück in der Schweiz

08. September 2008

Und “schon” bin ich wieder zu Hause. Die Rückreise verlief relativ gut, ausser dass mein Gepäck in London bleiben wollte. Naja, es wurde dann mit dem nächsten Flug nachgeliefert.

Speziell bedanken möchte ich mich bei meinem Empfangskomitee am Flughafen in Zürich.
Clöd, Daniel, Melanie, Kathrin und Tom - wow! Das war wirklich eine Überraschung, damit habe ich nicht gerechnet! :-) muchas gracias chicos y chicas.

Zurück in der Schweiz freue ich mich darauf:

  • bekannte Gesichter zu sehen
  • nicht jeden Tag Reis, Reis und nochmals Reis zu essen
  • weit weg von den verrückten Busfahrern zu sein
  • einen regelmässigen Tagesablauf zu haben
  • an Wochenenden Fussball zu schauen
  • anständigen Käse zu essen und nicht das Butter-Salz-Gebräu aus Ecuador, welches sich seltsamerweise auch “Käse” nennt
  • ohne Todesangst die Strasse überqueren zu können

andererseits ruft halt wieder das normale Leben mit Arbeit und Studium. Ich muss zugeben, dass mich das Reisefieber ein “bisschen” gepackt hat und ich es ohne Probleme noch ein wenig länger im Ausland ausgehalten hätte ;-)

Ich habe, besonders als ich alleine unterwegs war, viele coole Leute kennengelernt. Es war eine interessante Erfahrung, das erste Mal alleine herum zu reisen (ja Sandro ich weiss, du hast es mir von Anfang an gesagt… :-) ). Ich muss auch sagen, dass ich es sofort wieder machen würde!

In den sieben Wochen habe ich so viel erlebt, wie ich es nie erwartet hätte:

  • Ich kann nun auf Spanisch kleinere Gespräche mit den Einheimischen führen (speziell mit den Taxifahrern, welche immer über die Teuerung seit der Einführung des Dollars jammern), im Restaurant meine Sonderwünsche anbringen, Busbillete kaufen und am richtigen Ort ankommen und auch endlich in der Vergangenheitsform sprechen.
  • Ich habe während den Wanderungen unglaubliche Aussichten genossen und gelernt, die Natur so richtig zu schätzen
  • Ich bin beim Cotopaxi-Aufstieg an meine physischen und vor allem mentalen Grenzen gegangen, aber dafuer auch richtig belohnt worden.
  • Auch im Dschungel habe ich Unvergessliches erlebt: vom Ameisen essen ueber Piranha fischen bis zum Schwimmen in der fantastischen Amazonas-Umgebung war alles dabei.
  • Nach einer Woche üben konnte ich endlich ein bisschen surfen. Das Surfen werde in der Schweiz vermissen

und vieles vieles mehr…

Das Highlight zum Ende meiner Reise war natürlich die Galapagos-Rundreise. Die hat mich viel Geld gekostet, aber es hat sich mehr als nur gelohnt. Ich empfehle die Reise mit gutem Gewissen jedem weiter!

Es haben sich mittlerweile viele Fotos angesammelt, welche ich auf Anfrage auch gerne zeige.

Wer weiterhin gerne Reiseberichte lesen würde, schaut am besten bei http://www.auslandsemester.chvorbei.

Danke an Esther, Marco, Mami and Sisters, Kathrin, Clöd, Paps, Ronnie, Tom, Elvis, Markus, GaMa, Sybil, Daniel, Melanie, Sandrito, Marquito, Alen, Ruth, She, Simu, Nadja, Andy, Christian und Pieter für die zahlreichen Kommentare. Ich habe sie immer sehr gerne gelesen!

bis bald,

Andreas

P.D.: Spenden fuer meine nächste Reise werden gerne angenommen. Setzt euch bitte dafuer mit mir in Verbindung :-)

Kleine Statistik:

3400 Besucher auf der Homepage
106 Kommentare im Blog
50 Tage nicht in der Schweiz
50 Stunden total mit Busfahren verbracht
38 Blog-Artikel
10 x geflogen (London, Miami, Quito, Guayaquil, Galapagos, Guayaquil, Quito, Miami, London, Zürich)

Galapagos 01.09.2008

01. September 2008

Heute war der brutalste Tag: Aufstehen um 05:45, Fruehstueck um 06:15! Wir hatten in den letzten Tagen wirklich ein volles Programm. Schon gut so, so sieht man wenigstens auch was.
Wir besuchten die Riesenschildkroeten bei der Charles Darwin Foundation auf der Isla Santa Cruz.
Gewaltig die Tiere, welche zum Teil ueber 100 Jahre alt sind!

Riesen-riesen-riesen-Schildkroete!

Riesen-riesen-riesen-Schildkroete!

Der Rest der Reisegruppe wurde danach zurueck an den Flughafen gebracht. Ich jedoch werde noch bis zum 4. September auf der Isla Santa Cruz bleiben. Ich bin sicher, es gibt noch viel zu entdecken. Zuerst muss ich jedoch mal Schlaf nachholen, mich mit weniger Komfort zufrieden geben und aus dem Internet Cafe fluechten: Es laeuft nun bestimmt schon eine halbe Stunde nacheinander das Lied “Time to say good-bye”…

in diesem Sinne:

Good bye!

Galapagos 31.08.2008

01. September 2008

Am Morgen war wieder eine Wanderung angesagt, diesmal auf der Isla Fernandina. Hier hat mir besonders die Landschaft gefallen, welche teilweise komplett aus Lavagestein besteht!

Auch hier gabs wieder viele Iguanas zu sehen, welchen es total egal war, dass wir wie Paparazzis um sie herumstanden und Fotos machten:

Iguana von gaaaaanz nah

Iguana von gaaaaanz nah

Am Nachmittag waren wir bei der Isla Fernandina schnorcheln. Meine persoenlichen Highlights: Ich habe unter Wasser einen Galapagos-Pinguin, einen Seeloewen und ca. 15-20 Schildkroeten gesehen!

Krebs in coolen Farben

Krebs in coolen Farben

Galapagos 30.08.2008

01. September 2008

Am Samstag haben wir die Insel Españnola besucht und bei einer Wanderung wiederum eine Vielzahl verschiedener Tiere gesehen. Ganz interessant fand ich die Iguanas, welche irgendwie an Dinosaurier erinnern…

Iguanas in Punta Suarez

Iguanas in Punta Suarez

Am Nachmittag war schnorcheln bei der Insel Floreana angesagt. Leider habe ich nur kleinere Fische gesehen, dafuer in riesigen Schwaermen!

Als naechstes Foto noch ein Beispiel um zu zeigen, dass die Tiere ganz und gar nicht scheu sind. Wirklich einzigartig, so was habe ich noch nie erlebt!

Frecher Vogel

Frecher Vogel

Galapagos 29.08.2008

01. September 2008

Schon bei der Ankunft in San Cristobal (der Flug ging von Quito ueber Guayaquil zu den Galapagos-Inseln) konnte ich Seeloewen am Hafen und auf den Booten entdecken. Sie haben absolut keine Angst!
Wie ich schon geschrieben habe, ist das Schiff der totale Luxus. Lustig war “Boat Drill”: wir mussten ein Notfall-Szenario durchspielen und alle Passagiere standen mit Schwimmwesten auf dem Sonnendeck - kam mir vor wie in Titanic…
Am Nachmittag gings nach Cerro Brujo, wo Seeloewen, Iguanas, Pelikane und Krebse zu Hause sind. Das Schwimmen dort war herrlich!

Seeloewe bei Cerro Brujo

Seeloewe bei Cerro Brujo

Ankunft Galapagos-Inseln

30. August 2008

So, ich bin nun tatsaechlich auf den Galapagos-Inseln!

Das Boot ist einfach der Wahnsinn - Luxus pur. Zum Fruehstueck gibts ein Buffet mit verschiedenen Sorten Brot, Pancake, Joghurt, Milch, Muesli, Corn-Flakes, Spiegelei, Ruehrei, Lachs, … Ebenfalls Mittagessen gibts vom Buffet und man darf dann aus verschiedenen Kombinationen sein Nachtessen zusammenstellen, herrlich!
Die Kabine hat ein privates Bad mit Warm- und Kaltwasser Dusche und wird drei mal taeglich geputzt!
Wie ihr seht, gibts sogar Internet an Board. Nur sind wir ca. 90 Personen, deshalb muss ich nun schon wieder Schluss machen. Aber es geht super und ich werde in den 4 Tagen wohl 5kg an Gewicht zulegen ;-) Nach dem Mittagessen gehen wir zum ersten Mal schnorcheln.

hasta luego,

Andreas

P.D.: Bei Deutsche Piraten Newcomer Blogcharts bin ich auf Platz 20 von 363 gelistet :-)

Cuy - gegrilltes Meerschweinchen

28. August 2008

Ich weiss, es klingt hart. Meerschweinchen, welche wir Europaer zu Hause als Haustier halten, gelten in Teilen Suedamerikas (ja, auch in Ecuador) als Delikatesse!
Heute haben wir die Ingapirca-Ruinen besucht und haben vorher noch einen kleinen Zwischenstopp an einer Cuy-Farm gemacht. Unter den Tieren waren junge, alte, schwarze, weisse und so weiter vorhanden. Man koennte meinen, dass die ein schoenes Leben haben…

Meerschweinchen aus einer Cuy-Farm in der Naehe von Cuenca

Meerschweinchen aus einer Cuy-Farm in der Naehe von Cuenca

Nun gibt es aber boese boese Touristen, welche in Cuenca ins Restaurant “Tres Estrellas” gehen, um die ausgewachsenen Cuys anzuschauen, die auf dem Grill vor sich her brutzeln:

Cuy auf dem Grill

Cuy auf dem Grill

Zugegeben, die Vieher sehen aus wie Ratten ohne Schwanz. Ich habe sie vorher schon in Baños gesehen, aber Cuenca scheint in Ecuador die Cuy-Stadt zu sein. Es gibt ein paar Restaurants, welche das Gericht traditionell zubereitet.

Neben den boesen boesen Touristen, welche Spass daran haben, Cuys schmoren zu sehen, gibt es noch eine andere Gruppe:

Die boesen boesen boesen Touristen, die sie tatsaechlich essen!

Mjammmmmmm!

Mjammmmmmm!

Ich entschuldige mich hiermit schriftlich bei meinen Schwestern, welche jetzt sicher vor Schreck vom Stuhl gefallen sind. Sorry!
Aber es kann einfach nicht sein, dass ich Ecuador verlasse, ohne Cuy zu probieren. Und ich muss sagen, es war gar nicht mal so schlecht! Es schmeckt irgendwie nach einer Mischung aus Poulet und Kaninchen. Die Haut war ganz schoen knusprig. Nur von der Leber habe ich die Finger gelassen, weil mir Innereien nicht so schmecken.

Der Spass kostet satte $16.50. Dafuer wird das Meerschweinchen aber auch schoen auf einer grossen Platte mit Kartoffeln serviert. Dazu gabs irgendwelche Bohnen oder so. Da ich kein Gemuese esse, wenn ich Fleisch haben kann, habe ich mich mit einer Haelfte Meerschweinchen zufrieden gegeben :-)

Wie gesagt, mir hats geschmeckt. Jeden Tag koennte ich Cuy jedoch nicht essen, aber es war eine interessante Erfahrung :-)

In einigen Stunden verlasse ich Cuenca und Reise mit dem Nachtbus nach Quito zurueck. Mein Hostel-Tipp in Cuenca ist “Travellers of the World”, welches angenehme Zimmer (zwar ohne eigenem Badzimmer) fuer $5 bietet. Fairer Deal!

Beschwerdemails bezueglich Cuy werden nicht beachtet ;-)

hasta luego,

Andreas

Fussball in Suedamerika: Barcelona SC - Olmedo 1:0

24. August 2008

Am Freitag war mein letzter ganzer Tag in Montañita. Es wurde gefeiert, und zwar weil Ryan aus Australien Geburtstag hatte und ich alle meine Semesterpruefungen bestandene habe :-) Wow war ich erleichtert!

Am Samstag fuhr ich dann mit Daniel nach Guayaquil, mit dem Ziel, ein Fussballspiel zu schauen. Die Partie am Sonntag lautete Barcelona vs. Olmedo. Es sollte ein interessantes Spiel werden, weil Olmedo auf dem 1. und Barcelona auf dem 2. Platz in der Gruppe war. Zu unserem Glueck fand das Spiel noch im Estadio Banco del Pichincha statt, welches knapp 90′000 Zuschauer fasst!

Daniel hat sich extra fuers Spiel ein Barcelona-Trikot gekauft und ich bin mit dem neutralen Trikot der Ecuadorianischen Nationalmannschaft ins Stadion ;-) Ich bleibe Liga de Quito treu, weil ich erstens absolut gar nichts mit Barcelona (den Spaniern) anfangen kann und zweitens eine Allergie gegen gelb-schwarz habe.

Billetverkauf vor dem Stadion

Billetverkauf vor dem Stadion

Wir haben uns natuerlich die guenstigsten Tickets gekauft ($4) inmitten der Fans (was uns jeder abgeraten hat). Das Bier gabs fuer $1.50 und war 5dl ;-) Cool waren auch die verschiedenen Snack-Verkaeufer. Das Meiste wurde fuer $0.50 verkauft.

Das 12. groesste Stadion der Welt

Das 12. groesste Stadion der Welt

Barcelona hat ueber die gesamte Spielzeit besser gespielt. Olmedo hat ein paar Fans mitgebracht, welche ziemlich krass von Polizisten beschuetzt wurden.

Das 1:0 von Barcelona :-)

Das 1:0 von Barcelona :-)

Nach dem 1:0 wurde das Spiel etwas langweilig: Barcelona machte nichts mehr und Olmedo konnte nichts machen ;-) Aber was in der Fanzone abging, war krass: 90 Minuten Dauersupport! Gesang, Trommeln - nichts hat gefehlt. Einfach genial! Das ist nun also Suedamerikanischer Fussball :-)

Im Nachhinein wurde uns gesagt, dass es gar keine Wichtige Partie war. Wichtiger sei “el clasico” gegen Emelec, was das non-plus-ultra-Derby sein sollte.

Mehr Bilder erhalte ich noch von Daniel, weil meine Kamera nach dem 1:0-Jubel von den Barcelona-Fans ein bisschen zu viel Bier abgekriegt hat…

Ich freue mich nach diesem Erlebnis darauf, bald endlich auch wieder Fussball in der Schweiz sehen zu koennen - auch wenn in einem kleineren Rahmen ;-)

hasta luego,

Andreas

Endlich was zu tun in Montañita

19. August 2008

Es hat geklappt! Bei guten Wellen schaffe ich es nun, mehr als 5 Sekunden auf dem Brett zu stehen. So macht Surfing Spass! In den 4 Tagen habe ich wohl etwa 2.5 Liter Meerwasser geschluckt… Aller Anfang ist schwer.
In 10 Jahren wird es wohl so ein Foto von mir geben:

Ich in 10 Jahren

Ich habe nun tatsaechlich eine Spanisch-Schule gefunden. Somit habe ich nun jeden Morgen von 08:00 bis 12:00 Spanisch-Unterricht. War wirklich noetig, denn sonst gibts hier in Montañita nicht viel zu tun.
Daniel aus Australien, welcher auch mit uns den Cotopaxi gemeistert hat, ist nun auch eingetroffen. Wir haben mehr oder weniger die selber Plaene: Auch er versucht sich nun im Surfen und am Wochenende moechten wir gemeinsam nach Guayaquil reisen, um ein Fussballspiel zu sehen.
Das Problem war nur: Wann und wo wird gespielt? In Montañita gibts keine Zeitschriftenhaendler und Zeitungen bekommt man nur (wenn man Glueck hat) um 08:00 am Bus-Terminal. Die Internetseiten ueber Ecuadorianischen Fussball sind furchtbar, so sind Anspielzeiten wie z.B. 06:58 und 07:15 angegeben - noch schlimmer als der SFV.
Nach dem Zwischenstop in Guayaquil, der zweitgroessten Stadt in Ecuador, werden wir uns wohl auf den Weg nach Cuenca machen (die drittgroesste Stadt in Ecuador). Nach ein paar Tagen dort werde ich nach Quito zurueckkehren um mich mental auf meine Galapagos-Reise vorzubereiten :-)

Ich habe kein Guthaben mehr auf meinem Internet-Telefonie-Konto, deshalb kann ich momentan keine Telefonanrufe taetigen. Zum Aufladen wird eine Kreditkarte benoetigt, welche ich aber in Quito gelassen habe…

So, ich werde nun nach dem Essen noch die Bars unsicher machen, obwohl eigentlich Spanisch-Lernen auf dem Programm steht.

hasta luego,
Andreas

Surfing in Montañita

16. August 2008

Aller Anfang ist schwer - auch wenn Surfing so einfach aussieht.
Bernard (der aus Irland) und ich haben uns heute im Surfen versucht. 2h Unterricht inkl. Boardmiete kosten hier $15. Dass aber der Lehrer nach 45 Minuten abhaut und uns im Stich laesst, haette ich nicht gedacht! Naja, werde mir fuer morgen einen anderen Lehrer suchen.

Am Anfang noch voller Zuversicht...

Am Anfang noch voller Zuversicht...

Ausserdem habe ich heute das Hostal gewechselt. Ich konnte diese Nacht fast nicht schlafen, weil das Hostal mitten in der Partyzone ist und die ganze Nacht lang Musik lief. Nachdem diese endlich aufhoerte, hat sich dann ein Paerchen im Nebenzimmer lautstark vergnuegt - na toll…
Nun habe ich ein kleines Zimmerchen mit Meeresblick (dafuer kein eigenes Bad) ausserhalb der Partyzone fuer $7 pro Nacht.

Ich werde mich nun noch erkundigen, ob man hier irgendwo Spanisch lernen kann. Denn ausser Cocktails trinken (kosten $2, der Piña Colada ist Weltklasse) und surfen kann man hier nicht viel. Und das den ganzen Tag praktizieren, wuerde mich kaputt machen… :-)

Ihr hoert wieder von mir, wenn ich mal mehr als 2 Sekunden auf dem Surfboard stehen kann.

Hasta luego,

Andreas